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26. Februar 2010  |  beu

Alte Ortsmitte soll neuen Glanz erhalten

Friedrich-Ebert-Platz: Arbeitskreis ,,Schau hin - in Nauheim" stellt seine Visionen vor - Ein erzgebirgischer Schwibbogen?

NAUHEIM. 
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Die Tage des Waschbetons auf dem Friedrich-Ebert-Platz sollen endgültig gezählt sein: Der „Arbeitskreis für ein schöneres Nauheim“ schlägt unter anderem vor, dass der Brunnen durch einen altertümlichen Sandsteinbau ersetzt wird. Foto: Rainer Beutel

Der Umbau des Friedrich-Ebert-Platzes soll mit 45 000 Euro nur noch ein Zehntel dessen kosten, was 2005 im Kommunalwahlkampf proklamiert worden war. Die herausragenden Merkmale sollen ein Altstadtpflasterimitat, ein historischer Brunnen und ein Schwibbogen erzgebirgischer Machart sein.

Auf diese Ausbauvariante hat sich am Mittwochabend der Arbeitskreis ,,Schau hin - in Nauheim" verständigt. Die Mitglieder wollen in den nächsten Wochen Details klären, um anschließend Gemeindevorstand und Bauausschuss einen beschlussreifen Vorschlag unterbreiten zu können.

Maßgeblich sei eine abgespeckte Planung der Büttelborner Landschaftsarchitektin Andrea Sliwka. Von ihr lag Ende vorigen Jahres ein Gestaltungsvorschlag vor, bei dem sich die Planerin nach den finanziellen Vorgaben der Gemeinde richtete. Das Konzept umzusetzen hätte mehr als 100 000 Euro gekostet - immerhin deutlich weniger als die 450 000 Euro, die 2005 für einen Umbau prognostiziert worden waren.

,,Aus dem Konjunkturprogramm stehen für den Friedrich-Ebert-Platz nur noch 45 000 Euro zur Verfügung", berichtete Bürgermeister Ingo Waltz. Sliwka zeigte in einer zweiten Fassung, was mit dieser Summe möglich sei. Im Prinzip werde der Platz nur entrümpelt, erklärte Thomas Arnold vom Umweltamt das Vorhaben, das ,,im Frühjahr oder Sommer" (Waltz) realisiert werden soll.

Die Einfahrt zu den Parkplätzen werde von der Mühlstraße zur Bahnhofstraße verlegt. Das Waschbetonpflaster verschwinde und werde durch Altstadtpflaster ersetzt. Dieses befinde sich dann auf einem Niveau wie die Parkplätze, die durch Poller abgegrenzt würden.

Arbeitskreismitglied Lothar Walbrecht bestätigte, dass über den Museumsverein möglicherweise ein alter Sandsteinbrunnen zu bekommen sei. Waltz regte ,,eine Brunnenattrappe wie in Trebur" an. Verworfen wurde die Idee, auf einen Brunnen zu verzichten. ,,Dann wäre es nur noch eine betonierte Fläche ohne historischen Bezug", kritisierte Walbrecht. Als Kompromiss war im Gespräch, einen schlichten Wasserkreislauf ohne Anschluss ans Grundwasser zu installieren.

In Kauf nehmen nehmen musste der Arbeitskreis, dass weitere Ideen noch nicht verwirklicht werden könnten, weil kein Geld vorhanden sei. Die Vision, den Platz nach einem historischen Vorbild zu restaurieren, solle aber nicht ad acta gelegt werden - darin waren sich alle einig. Der Erzgebirgische Heimatverein schlägt vor, den Platz mit einem Schwibbogen zu zieren. Er soll eine Länge von 1,50 und eine Höhe von 75 Zentimeter haben und an Weihnachten beleuchtet werden, erklärte Ehrenvorsitzender Erhard Herrberger.

Der Bogen könne vom Verein für etwa 300 Euro aus Holz hergestellt oder in einem Kunstguss angefertigt werden. Letzteres würde rund 1000 Euro kosten. Für beide Varianten wäre ein Sockel von etwa 60 Zentimeter wünschenswert. Alternativ könne das im Erzgebirge traditionelle Zeichen für heimkehrende Bergwerksleute in eine helle Mauer eingelassen werden. Als möglichen Standort sieht der Arbeitskreis den südlichen Bereich des Platzes.

Waltz regte an, dass die Waschbetonplatten in einer Selbsthilfeaktion beseitigt werden könnten - so könnte die Gemeinde Geld sparen. Der Abriss durch eine Firma koste rund 11 000 Euro. Abschließend äußerte der Arbeitskreis den Wunsch, dass die Ampelanlage an der angrenzenden Kreuzung abgebaut wird, wie es durch das Haushaltssicherungskonzept bereits vorgegeben worden sei.


 


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